Protokollauszug vom 25. Februar 2026

Die globalen Finanzmärkte sind insgesamt freundlich in das neue Jahr gestartet. Dabei haben Trends des Vorjahres wie die Outperformance des Rests der Welt und insbesondere der Emerging Markets and den Aktienmärkten gegenüber den Vereinigten Staaten eine Fortsetzung gefunden.

Hohe Erwartungen richten sich an das Weltwirtschaftswachstum. In Europa sollten massiv erhöhte Rüstungsbudgets und Infrastrukturinvestitionen beginnen, ihre volle Wirkung zu entfalten. In den Vereinigten Staaten kommen inkrementelle Steuersenkungen zum Tragen. Offen bleibt, ob dies die offenkundige Schwäche am Arbeitsmarkt und den Umstand, dass die unteren Gesellschaftsschichten immer stärker damit zu kämpfen haben, den teuren Lebensunterhalt zu bestreiten, kompensieren kann.

Anders als im Vorjahr ist 2026 mit wenig Unterstützung durch die Geldpolitik zu rechnen. In Europa hat der Zinssenkungszyklus durch die Europäische Zentralbank bereits vor Monaten ein Ende gefunden. Eine Wiederaufnahme würde ein Abgleiten der Konjunktur in eine erneute Kontraktion voraussetzen. Ein Anziehen des Wachstums dürfte dagegen rasch Spekulationen über Leitzinserhöhungen auf den Plan rufen. Allein in der Schweiz bleibt angesichts vernachlässigbarer Inflation und der Frankenstärke, welche auf der Konjunktur lastet, eine Rückkehr der Geldpolitik zu Negativzinsen nicht ausgeschlossen. Als primärer Profiteur des billigen Geldes zeigt sich dabei der Schweizer Immobilienmarkt, wo die Bewertungen über das vergangene Jahr stetig und kräftig angezogen haben.

In den Vereinigten Staaten massiert sich der politische Druck der Regierung auf die Zentralbank, weitere substantielle Zinssenkungen vorzunehmen, zumal im Mai die Ablösung des langjährigen Vorsitzenden des Offenmarktausschusses Jerome Powell ansteht. Realwirtschaftlich sind weitere Schritte angesichts der strukturell über Zielwert verharrenden Teuerung und stabilen Wirtschaftswachstums jedoch kaum zu rechtfertigen. Die Terminmärkte zeigen sich in ihren diesbezüglichen Erwartungen zunehmend verhaltener.

Die Anleihenmärkte waren im Vorjahr von einer divergenten Dynamik zwischen dem kurzen und dem langen Laufzeitsegment gekennzeichnet. Dies schlug sich weltweit in einer ausgeprägten Versteilung der Zinskurven nieder. Durch die Geldpolitik gesteuerten rückläufigen Zinsen auf kurze Laufzeiten, widersetzten sich langlaufende Staatsanleihen mit tendenziell steigenden Verfallrenditen. Den fundamentalen Hintergrund dazu bildeten die strukturell erhöhte Inflation wie auch eine anziehende Emissionstätigkeit und die sich entsprechend verschärfende Verschuldungssituation der Staaten, was Laufzeitprämien vor allem bei US Treasuries in die Höhe schnellen liess. In Folge der erst vor kurzem gelockerten langjährigen und besonders repressiven Geldpolitik verlief diese Entwicklung am eindrucksvollsten in Japan und hat sich seit Jahresbeginn 2026 weiter akzentuiert. Auch für Europa und die Vereinigten Staaten ist im laufenden Jahr kaum mit Entlastung am langen Ende zu rechnen.

Am eindrucksvollsten verlief 2025 die Entwicklung bei den Edelmetallen. Nicht nur der Preis für Gold, sondern auch die Preise weiterer Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium bewegen sich auf Rekordniveau oder zumindest langjährigen Höchstständen. Die gleichen Faktoren, welche Druck auf die Anleihenmärkte ausüben, etablieren sich als Rückenwind insbesondere für den Goldpreis. Hinzu kommt ein zunehmender Vertrauensverlust in den US-Dollar als wirtschaftlicher Stabilitätsanker angesichts der Eskalation antagonistischen Verhaltens der Vereinigten Staaten gegenüber traditionellen Verbündeten. Die strukturell hohe Goldnachfrage durch Zentralbanken zur Diversifizierung der Reserven dürfte vor diesem Hintergrund über das kommende Jahr anhalten. Umgekehrt stehen die Zeichen schlecht für eine materielle Erholung der US-Währung, die 2025 im Durchschnitt mehr als zehn Prozent an Wert eingebüsst hat.

An den Aktienmärkten war im Vorjahr erstmals nach anderthalb Jahrzehnten eine materielle Outperformance des Rests der Welt gegenüber dem US-Aktienmarkt zu verzeichnen. Die meisten Märkte in Europa, Asien wie auch Lateinamerika schnitten sowohl in Lokalwährung wie auch auf USD-Basis deutlich besser ab trotz des von amerikanischen Unternehmen dominierten KI-Investitionsbooms und der Anlegereuphorie um dieses Thema. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass sich diese Trendumkehr im neuen Jahr fortsetzen wird, zumal die meisten Aktienmärkte gegenüber US-Aktien einen signifikanten Bewertungsabschlag aufweisen. US-Technologie-Schwergewichte wie die sogenannten «Magnificent 7» sind bereits seit Oktober ins Hintertreffen geraten. Dagegen haben zyklische Sektoren die Führungsrolle übernommen, welche ausserhalb Nordamerikas prominenter vertreten sind. Auch einzelne defensive Industriegruppen wie Pharma und Nahrungsmittel geben trotz anhaltendem politischen Gegenwind Lebenszeichen von sich.

Gemäss den Parametern der regelbasierten Rebalancing-Methodik besteht kein Anpassungsbedarf. Die Anlagekommission sieht darüber hinaus keinen Anlass für Anpassungen an eingesetzten Anlageprodukten oder an der Komposition bzw. relativen Gewichtung von innerhalb einzelner Anlagekategorien verfolgten Sub-Strategien.

Zum Stichtag präsentieren sich Schweizer Aktien (Large und Mid Caps) wie auch Aktien in Fremdwährung im Anlageportfolio leicht übergewichtet. Obligationen in CHF und Fremdwährungen notieren dagegen geringfügig unter ihrer jeweiligen strategischen Quote. Die Aussetzung gegenüber Schweizer Immobilienanlagen liegt moderat unter ihrem Strategiegewicht. Der anhaltende Aufwertungstrend bei den Edelmetallen hat dazu geführt, dass die Goldposition im Portfolio bereits wieder ein Übergewicht aufweist.

In der Anlagekategorie «Obligationen Fremdwährung» werden die wichtigsten Währungen (CAD, EUR, GBP, JPY, USD) vollumfänglich gegenüber dem Schweizer Franken abgesichert.

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