Protokollauszug vom 31. August 2026

Der zu Sommerbeginn zwischen den Kriegsparteien am Persischen Gold geschlossene Waffenstillstand, welcher die Basis für eine permanente Beilegung des Konflikts und die Öffnung der Strasse von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr bilden sollte, hat sich als nicht tragfähig erwiesen. In der Folge haben die Preise für fossile Energieträger erneut deutlich angezogen. Während der Preisanstieg bei Erdöl dank gewährtem Geleitschutz durch die US-Marine bisher kontrolliert geblieben ist, haben weltweite Engpässe bei den Raffineriekapazitäten die Notierungen für Diesel und andere raffinierte Produkte auf neue Allzeithöchststände getrieben.

Die Inflationsaussichten haben sich für die Finanzmärkte damit wieder eingetrübt. Selbst in der Schweiz, welche sich in der ersten Jahreshälfte vergleichsweise resistent gezeigt hatte, ist die Teuerung der Konsumentenpreise im August mit 0.8% überraschend robust ausgefallen. Dies mag die Schweizer Nationalbank zwar weiter zuwarten lassen, eine weitere Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im September gilt aber als sicher. Und selbst in den Vereinigten Staaten verdichten sich die Erwartungen für bis zu zwei Leitzinserhöhungen noch vor dem Jahresende. Dies hat über die letzten Wochen zu einer Stabilisierung des US-Dollar beigetragen.

Auch am langen Ende der Zinskurve haben sich die Zeichen der Entspannung wieder verflüchtigt. Im Gegenteil – die Verfallrenditen auf zehnjährige US-Staatsanleihen scheinen 5 % als neue Zielmarke ins Auge gefasst zu haben. Nachhaltige fiskalische Inkontinenz im Staatshaushalt schürt das Feuer zusätzlich, so dass sich das US-Finanzministerium im August gezwungen sah, mit der Ankündigung eines Ausbaus von Rückkaufprogrammen am langen Ende zu intervenieren. Bisher mit wenig Erfolg. Trotz des robusteren US-Dollar ist vor diesem Hintergrund wenig erstaunlich, dass Edelmetalle und insbesondere Gold wieder in die Gunst der Anleger zurückgefunden haben. Zumal der Drang der Zentralbanken, ihre Reserven vermehrt in Gold umzuschichten, ungebrochen scheint.

Die vom Technologiesektor getriebene Euphorie an den globalen Aktienmärkten hat über den Sommer in der Folge spekulativer Exzesse eine abrupte Abkühlung erfahren. Angeführt durch die südkoreanische Börse hat vor allem das Halbleitersegment eine scharfe Korrektur erfahren mit Kurseinbrüchen um bis zu 50 % und mehr, obwohl dieser Subsektor am unmittelbarsten von den immensen Kapitalinvestitionen in KI profitiert. Die dadurch ausgelöste Beschleunigung des Gewinnwachstums der Unternehmen, welches sich inzwischen auch in anderen Sektoren bemerkbar macht, hat die Bewertungen an den Aktienmärkten insgesamt reduziert, zumal sich Zweifel an der Nachhaltigkeit des Investitionsbooms hartnäckig halten. Andererseits legen die Aktienmärkte vor diesem Hintergrund auch Resilienz an den Tag, so dass sich gemessen an den breiten Benchmarks Korrekturen bisher in engen Grenzen halten.

Gemäss den Parametern der regelbasierten Rebalancing-Methodik wurde durch eine Verletzung der oberen Bandbreite der Anlagekategorie Aktien Fremdwährungen per Ende August Anpassungen am Anlageportfolio ausgelöst. Einem Abbau übergewichteter Aktienpositionen sowohl in der Schweiz als auch global standen dabei Aufstockungen der Allokation in festverzinslichen Anlagen gegenüber. In der Folge notieren sämtliche Anlagekategorien abgesehen von einem anhaltenden Untergewicht bei Schweizer Immobilienanlagen nahe oder leicht über ihrem zugewiesenen Strategiegewicht.

In der Anlagekategorie «Obligationen Fremdwährung» werden die wichtigsten Währungen (CAD, EUR, GBP, JPY, USD) vollumfänglich gegenüber dem Schweizer Franken abgesichert.

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